Mittwoch, 30. Dezember 2009

" Wilder Robert" in und um Schweta :)



Der "Wilder Robert"

Einen herzlichen Dank an die Crew vom Wilden Robert e.V.
Das war eines der schönsten Ereignisse am Ende des Jahres 2009.
Wenn jetzt noch der Glühwein ökologisch wäre, Joohoo ;-)

Also wenn Ihr zur "Naturinsel Drachenmühle" kommt, denkt daran mit dem Robert zu kommen, die Anreise findet Ihr auf derer Internetseite : http://www.wilder-robert.de/

Alles Gute, Christian Sven Schembritzki
Naturinsel Drachenmühle

Dienstag, 29. Dezember 2009

2010 / Maria Thun- Aussaatkalender.

Meine wärmsten Empfehlungen für diese Broschüre, sie ist erhältlich z.B. bei Amazon.de.


Kurzbeschreibung:

Die Erkenntnisse, die den "Maria Thun-Aussaattagen" zu Grunde liegen, beruhen auf den Ergebnissen von 57-jährigen Versuchen mit Kulturpflanzen und Unkräutern sowie gleichzeitiger Wetterbeobachtung in der Region Hessen. Der Leser möge sich diesbezüglich durch die "Aussaattage" zu einen Beobachtungen in seiner Erdgegend anregen lassen, damit er langsam Einsichten in die Ätherklimatik seiner Region gewinnt.

Auf ein gutes Pflanzenjahr,
Christian Sven Schembritzki

Samstag, 26. Dezember 2009

OAZ / Weihnachten auf der Drachenmühle 2009




Wer auf das Bild drückt kann es lesen ;-)


Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnachten und gesegnete Rauhnächte!



Ich wünsche uns allen und unserer ganzen Bio-Region in und um Schweta ein gesegnetes Weihnachtsfest und einleuchtende Rauhnächte! Möge das kommende Jahr voll heilender Wunder sein und gepriesen von Gesundheit.

Eure Familie Schembritzki.

Donnerstag, 3. September 2009

Christian Sven Schembritzki On Fire




The New Photos are also made by Sven Bartsch (Oschatz).
Thank "You", Brother!

Enjoy

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Christian Sven Schembritzki
"Naturinsel Drachenmühle" / "Dragonmill"
Zur Mühle
04769 Schweta (Germania)

Tele 0049 (0)34362 44390
E-Mail christian (ÄT) drachenmuehle.de


Dienstag, 14. Juli 2009

Christian Sven Schembritzki on Performance





Künstler : Christian Sven Schembritzki (Drachenmühle)
Photographie : Sven Bartsch (Oschatz)


Sonntag, 21. Juni 2009

Terminkalender / Lyrik und Kurzprosa am 24.06.2009

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Am Mittwoch, den 24. Juni 2009 lädt die Schwetaer Drachenmühle
zu einer kulturellen Veranstaltung unter dem Titel 'Nach(t)lese'
ein. Auf dem Boden der historischen Mühlenorgel gibt die Autorin
Natasha G. Allner ab 20.30 Uhr Lyrik und Kurzprosa zum Besten.
Thematisch beschäftigen sich die Texte mit abgründig Menschlichem
und 'Grenzen zur Nacht'. Musikalisch umrahmt wird der Abend von
René Dünki, der eine afrikanische Jägerharfe erklingen lässt.
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Samstag, 13. Juni 2009

Aufruf / Für ökologische Verköstigung bei FÖJ- Seminaren in Sachsen

Holla an den Alle 8:)
Wenn Ihr wollt, unterschreibt das Dokument und schickt es an die Drachenmühle, wir Danken euch herzlich und bleiben mit freundlichen Pixigrüssen. Christian Sven Schembritzki.
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Aufruf vom AK Bioessen

Ansprechpartner: Bundessprecher Björn Norenz; Naturinsel Drachenmühle; Zur Mühle; 04769 Mügeln OT Schweta; Tel.: 034362/44390

Das „Freiwillige Ökologische Jahr“(FÖJ) soll Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit bieten, in verschieden Themenbereichen der Ökologie und des Naturschutzes Einblick zu gewinnen.
Jungen Menschen wird außerdem die Chance geboten, ein Jahr zwischen Schule und Ausbildung/Studium zu überbrücken und sich zu orientieren.
Viele Einsatzstellen sind Biobauernhöfe oder Initiativen, welche sich mit ökologisch orientierter Öffentlichkeitsarbeit oder dem Schutz der Natur in vielfältiger Art und Weise beschäftigen. Bei den fünf Seminarwochen, welche die FöJlerInnen gemeinsam im Laufe der 12 Monate besuchen und mitgestalten, wird nach Möglichkeiten gesucht, ein Leben zu führen, das auf ein Miteinander von Mensch und Umwelt ausgerichtet ist. Ziel ist eine schonende Nutzung der zur Verfügung stehenden, endlichen Ressourcen der Erde, um auch nachfolgenden Generationen ein unbeschwertes Dasein zu ermöglichen und die Artenvielfalt der Erde zu erhalten. In diesem Zusammenhang wird oft die biologische Landwirtschaft thematisiert und ihr hoher ökologischer Stellenwert betont.
Der Bio-Landbau bietet durch seine artgerechtere Tierhaltung, intelligente Fruchtfolgen und umweltverträgliche Düngung, durch den Erhalt der Agrobiodiversität und der natürlichen Fauna und Flora, den Einsatz von natürlichen Schädlingsbekämpfungsmethoden und die garantiert gentechnikfreie Wirtschaftsweise eine annehmbare und zukunftsorientierte Alternative zu konventionellen Methoden der Lebensmittelproduktion.
Auch der 2008 veröffentlichte Weltragrarbericht kommt zu dem Schluss, dass eine radikale Wende in der Agrarpolitik hin zu kleinbäuerlichen Strukturen und fairer sowie ökologischer Wirtschaftsweise notwendig ist. Nur so lässt sich Ungerechtigkeit, Armut, Hunger und Umweltzerstörung weltweit eindämmen. Leider wird bisher bei der Verpflegung der FÖJlerInnen während der Seminare und auch bei anderen Veranstaltungen im Rahmen des FÖJ eher selten auf ökologisch erzeugte Nahrungsmittel geachtet. Produkte aus konventionellem Anbau und industrieller Massentierhaltung, erzeugt unter Einsatz von auf Erdöl basierendem Kunstdünger, enormem Gift- und Medikamentenmengen, hohem Energieverbauch und besonders schädlicher Klimawirkung stehen auch bei FÖJ-Seminaren in Sachsen überwiegend auf dem Speiseplan.
Und dass, obwohl gerade diese kurzsichtige Wirtschaftsweise bei Seminaren häufig kritisiert wird. So werden die Strukturen, welche für die Umweltprobleme und Ungerechtigkeit gerade in armen Regionen der Welt verantwortlich sind, unterstützt.
Es sollte als Chance begriffen werden junge Menschen durch konsequentes Engagement auch im Sinne von ökologischer Verköstigung und Zusammenarbeit mit lokalen ProduzentInnen zu inspirieren, und so dazu beizutragen, bestehende Vorurteile gegenüber „Bio“ zu beseitigen. Die biologische Verköstigung als pädagogisches Element zu verstehen und nicht als bloße Nahrungsaufnahme, bietet großes Potential für ganzheitliche Bildungsarbeit. Zusammenhänge lassen sich an konkret praktiziertem Beispiel erläutern und so Bewusstsein für eigene Handlungsmöglichkeiten schaffen.
Das Ansehen des FÖJ würde durch dieses konsequente Handeln, auch in der Öffentlichkeit, gestärkt und glaubwürdiger. Es könnte so seinem Anspruch, ökologische Ideale zu vertreten, ganzheitlich und verantwortungsvoll gerecht werden.
Das Freiwilligenengagement als Jahr der Orientierung und Entscheidungshilfe auf dem Weg zum Beruf junger Menschen kann und soll in dieser Hinsicht eine Vorbildfunktion übernehmen.
Wir rufen die Verantwortlichen aller FÖJ-Träger dazu auf, sich für regionale ökologische Verköstigung während der Seminarwochen und auch bei anderen Veranstaltungen im Rahmen des FÖJ einzusetzen.
Hiermit unterstütze/n ich/wir diesen Aufruf und biete/n meine/unsere Zusammenarbeit an um die Neuausrichtung zu organisieren. (nicht zutreffendes bitte streichen)



Name/Organisation Datum Unterschrift

Shri Yantra




Montag, 25. Mai 2009

Herzlich willkommen an Pfingsten auf der,„Naturinsel Drachenmühle“.


Diese Einladung gerne weiterleiten an alle Freunde und deren Freunde, eure Dragonmillcrew :)
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Herzlich willkommen an Pfingsten auf der
„Naturinsel Drachenmühle“




Zur Mühle, 04769 OT. Schweta / Mügeln

An diesen Tagen von 12.oo Uhr bis ca. 22.oo Uhr öffnen wir erneut die Tore für die interessierte Öffentlichkeit.


· Sonntag 31.05. Einweihung unseres Veranstaltungsraum „Zur Drachen-Mühlenorgel“
· Montag 01.06. Erster „Deutschen Mühlentag" auf der Naturinsel.


Es erwartet euch an beiden Tagen, buntes Treiben, handgemachte Musik und Kleinkunst für Groß und Klein.

* Musik, Jonglage und kleines Markttreiben
* In der Teestube Getränke, hausgemachte Frühlingstrünke & kulinarische Leckereien, wild und ökologisch
* Verschiedene Filme und Kurzfilme
* Mühlen- Führungen durch alle aktuell begehbaren Museums-Räume mit der Drachenmühlencrew
(Nahezu alle bedeutsamen Räume der denkmalgeschützten Wassermühle werden provisorisch begehbar sein.)
* Permakultur- und KräuterkundeRundgang
* Kinderprogramm und Körperbemalung
* Digeridookonzert mit Afghan Dreamweaver / Aborigina Continuum
* Besichtigung und Erläuterungen zum BIOMEILER
* Und der Garten der Naturinsel Drachenmühle im Naturschutzgebiet der Döllnitzaue lädt zum Schlendern und Verweilen ein
* Abends Lagerfeuer mit Feuershow und Digeridoo … Djembes, Akkordeon …

Die „Drachen-Mühlenorgel“ soll künftig ein selbstorganisierter Treffpunkt, Café und Veranstaltungsort sein.
So lassen sich die historischen Räume der Wasser-Mühle mit neuem Leben erfüllen und bieten gleichzeitig eine lokale Plattform für den kulturellen und nachhaltigen Austausch im ländlichen Raum. Der SöL e.V. möchte seine Gäste einladen die Idee gemeinsam weiterzuentwickeln und sich an der zukünftigen Gestaltung des Programms zu beteiligen.
Mit ökologischen Grüßen, die Drachenmühlencrew.

Das ist eine Veranstaltung des SöL e.V. (www.drachenmuehle.de)

Spendenkonto:
SöL e.V. ; Kontonr. 1103046700; BLZ 43060967; GLS Bank Bochum

Wegezoll ca. 3,- Euro
Bitte respektiert, dass die Drachenmühle ein handy- und zigarettenfreier Ort ist.



Sonntag, 17. Mai 2009

Mügelner Rasselbande ;)



Draufklicken und es wird grösser !

Hort der Grundschule macht einen Ausflug auf die Naturinsel in Schweta.



Beim draufklicken wird das Bild grösser !

Freitag, 3. April 2009

Umweltprojekt „Naturinsel Drachenmühle“ und ein erfolgreicher, lang ersehnter Naturschutz.

Seit September 2008 gibt es nun ein neues Naturschutzgebiet im Landkreis Nordsachsen, der „Nasswiesenkomplex Döllnitzaue Schweta“. Mit der Ausweisung als Biotop genießen die Nasswiesen nun endlich einen Schutzstatus der ihrer Bedeutung für die Natur und Biodiversität in der Region Rechnung trägt. Dafür mussten die Initiatoren und Projektleiter von der Drachenmühle, Anna-Theresia und Christian Sven Schembritzki und viele engagierte Freunde lange kämpfen.



Als wir, Anna, Christian und Pan, 2003/4 die halbzerfallene und jahrelang leer stehende, kulturhistorische Wassermühle erwarben, begannen wir in Eigeninitiative diesen Ort, den wir „Naturinsel Drachenmühle“ tauften, zu reinigen, ökologisch zu sanieren und zu renaturieren. Wir entsorgten mit tatkräftiger Unterstützung von Helfern und Freunden, so umweltgerecht wie nur möglich, ca. 50 Tonnen Müll, pflanzten etliche Bäume, machten aus Brennnessel- und Moosflächen wieder reichhaltige Süßgraswiesen und überließen die Sauergrasbereiche und Quelltöpfe der Natur. Wie arbeiteten an einem Konzept das sich Permakultur nennt. Ein System, das sich eines Tages mit kleinstmöglichem Aufwand und großmöglichster Biodiversität selbst erhalten kann. Unter anderem wurden wir dafür 2008 von der UNESCO als offizielles Projekt der Weltdekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Neben dem Aufbau der kulturhistorischen Wassermühle als offenes Umweltprojekt und alternativen Veranstaltungsort begannen wir uns verantwortungsvoll im Bereich Naturschutz zu engagieren. Denn wir sorgten uns ernsthaft um die Erhaltung bzw. Renaturierung der noch bestehenden benachbarten Nasswiesen Biotope in der Döllnitzaue.

Die Auenlandschaft um die Naturinsel Drachenmühle umfasst mehrere Hektar und ist eingebettet in das von dem europäischen Schutzgebiet „Natura 2000“ als FFH gekennzeichnete Gebiet „Döllnitz und Mutzschner Wasser“. In diesen Gebieten befinden sich die Biotope und stellen nach §26 SächsNatSchG. seggen- und binsenreiche Nasswiesen dar. Nun ist es leider so, dass die Gesetze und Schutzmaßnahmen, in Bezug auf Naturschutz, in der Praxis nicht angewendet und zum Tragen kommen. Die Flächen wurden bis Ende 2008 Jahr für Jahr mehrfach von schwerem Gerät befahren, um sie u.a. zu eggen, zu mähen, zu ernten und zu düngen (z.B. tierische Gülle, chemischer Stickstoff und Kalk) und gegebenenfalls sogar zu walzen. In diesem Fall ist die Bewirtschaftung augenscheinlich eine Flurbereinigung von Sauergraswiesen zum Süßgraswiesengebiet. Die Folgen für das natürliche Leben sind, durch die systematische Vergiftung und Zerstörung der Umwelt und die extreme Verdichtung des Bodens, katastrophal.
Unsere Gesprächsversuche mit dem Ziel einer Sensibilisierung für die Bedeutung der bewirtschafteten Fläche mit der Agrargenossenschaft scheiterten wiederholt.
Selbst die unteren Naturschutzbehörden wollten uns nicht zuhören oder wiesen Nachfragen immer wieder zurück.

Einmal verhinderte Christian gar die Fällung zweier Solitärerlen im Zentrum des besagten Biotops. Aufgrund der verspürten Ohnmacht und nach gründlichem Studium der Sachlage, kamen wir zu dem Schluss, dass wir selbst etwas unternehmen mussten und vor allem auch durften, denn: „Auch ohne Rechtsverordnung oder Einzelanordnung und ohne Eintragung in Verzeichnisse stehen nachfolgende Biotope unter besonderem Schutz: „…seggen- und binsenreiche Nasswiesen…“ (SächsNatSchG §26). So wurde mit dem BUND Sachsen Kontakt aufgenommen, welcher uns ermunterte, an der Sache dranzubleiben und vor allem pragmatische Rückendeckung für friedliche Aktionen gab. Als die Traktoren wieder in das Biotop fuhren, setzte Christian die oben angeführte Passage des Gesetzestextes in die Tat um und hielt die Maschinen unter friedlichem und aufmerksamen Protest auf. Die lokale Presse begann sich näher für die Angelegenheit zu interessieren, hierzu entstand ein Zeitungsartikel in der OAZ : „Schwetaer sieht Döllnitzaue in Gefahr“, wodurch erstmals die Öffentlichkeit unabhängig informiert wurde.

Durch diese Aktion konnte zumindest ein kleines Gebiet vor der Mahd gerettet werden. Mithilfe dieses Areals konnte ein eklatanter positiver Unterschied in der Regenerationsfähigkeit und Üppigkeit im Frühjahr 2008 gegenüber der noch im August gemähten Flächen festgestellt werden. Schon durch eine Mahd weniger hatte sich die Fläche im Gegensatz zur restlichen Sauergraswiese stark verändert und war reicher an Flora und Fauna geworden. Allerdings hatte dies keine längerfristigen positiven Auswirkungen auf das Biotop, denn die Agrargenossenschaft blieb stur und die Flurbereinigung ging unbehelligt weiter.
Wir schmiedeten neue handfeste, aber friedliche Pläne zum Schutz der Biotope.
Um der Trägheit der Behörden zu entgehen, wurde unter anderem in Absprache mit Hans-Udo Weiland (B.U.N.D.) ein Weidenzaun um das besonders schützenswerte Gebiete gepflanzt, um von allen Betroffen ernst genommen zu werden. Trotz vieler Briefe und Vermittlung dritter kamen die Traktoren wieder. Nun sahen sich die Aktiven der Drachenmühle zum zweiten Mal gezwungen, die Maschinen beherzt und entschlossen zum Stehen zu bringen. Zeitgleich wurde die Stadt Mügeln, der Vorstand der Agrargenossenschaft und die „Oschatzer Allgemeine Zeitung“ (2.5.06.2008 „Wir sind doch keine Ochsen“) zu einem unmittelbaren Vorort Termin herbeizitiert. Dies wurde dann das spannungsreichste Jahr unter Einbeziehung etlicher Behörden, Verbände, der Öffentlichkeit und Naturfreunden, mit vielfältiger Öffentlichkeitsarbeit wie eine Pressmitteilung und einen offenen Brief an Herrn Staatsminister Prof. Dr. Wöller, Herrn Landrat Schöpp und Herrn Landrat Czupalla, Herrn Gotthard Deuse (Bürgermeister von Mügeln) und die Mügelner Stadträte. Auch die Umstrukturierung der Landkreise tat wohl sein übliches dran, dass nun die Mühlen doch noch zu mahlen anfingen.
Ihr werdet es nicht glauben: In einem Schreiben teilte das LRA dann (fast schon) überraschend mit, dass das Gebiet schon 1997 durch das Landratsamt Togau-Oschatz als geschütztes Biotop kartiert wurde und es dieser Status, ohne dass er zwischenzeitlich aberkannt wurde, wieder in Kraft gesetzt werden sollte. Trotz Empörung über die jahrelange Missachtung des Schutzstatus war man auf der Drachenmühle froh, dass nun erstmals auch von offizieller Seite eingeräumt wurde, dass es sich um wertvolle Flächen handelte.
Nun schreiben wir das Jahr 2009 und halten die amtlichen Bestätigungen für den Schutz der Biotope und der Naturschutzgerechten Bewirtschaftung in den Händen. Auch wir mussten Kompromisse eingehen. Die Weiden, die nun seit einem Jahr auf der Fläche angewachsen waren, wurden teils entfernt und zwei amtliche Betonsäulen markieren nun die Grenze des Biotops. Die verhärteten Fronten von Agro-Wirtschaft und Umweltschutz scheinen sich hier nun ein Stück aufzulösen.
Mit viel Engagement und hohem Einsatz sowie einem langen Atem und ungewöhnlichen friedlichen Aktionen ist die Döllnitzaue unser unmittelbarer Lebensraum um einige Biotope und FFH-Gebiete reicher geworden. Die Natur hat wieder mehr Raum um sich entfalten und entwickeln zu können.

Wir wollen euch hiermit auch ein wenig anregen, selbst mal bei euch zu schauen, ob es Biotope gibt die durch die Agrarwirtschaft keine Möglichkeit zur Entfaltung bekommen oder gar zerstört werden. Flurbereinigung ist in vielen Regionen im Osten von Deutschland immer noch gängige Praxis. In diesem Falle solltet Ihr eine Wertschätzung / Biotopfeststellung beim Landratsamt beantragen oder Ihr stellt euch selbst vor den Traktor.

Auch der Aufbau des Umweltprojektes ist weiter voran geschritten.
Dieses Jahr wird Pfingsten ein Tag der offenen Tür stattfinden zu dem auch der neue Veranstaltungsraum und sie alte Mühlentechnik begehbar gemacht werden soll. Das Projekt versucht sich zunehmend lokal auf verschiedensten Ebenen zu engagieren.
Das Projekt will zur Diskussion von Perspektiven und Möglichkeiten zur Reanimierung des ländlichen Raums anregen und Ideen vor Ort umsetzen.
Selbstorganisation bietet die Möglichkeit wieder über sein eigenes Leben zu bestimmen und es zu gestalten. Gerade in strukturschwachen Gebieten können Menschen sich so wieder ihrer natürlichen Umgebung annähern, die Ressourcen nachhaltig nutzen lernen und so das Land auch als wertvollen Lebensraum wieder neu entdecken.
Fühlt euch hiermit herzlich eingeladen uns zu besuchen und wir hoffen euch ermutigt zu haben selbst aktiv zu werden.

Anna, Christian, Kristian, Björn und alle Mitwirkenden

Workshops und Seminare sowie allgemeine Infos findet Ihr unter www.drachenmuehle.de